Arnica montana

Bergwohlverleih
(Korbblütler)

Inhaltsstoffe:

Verwendet werden die Blüten, die Wurzel und das Kraut. Arnika enthält ätherisches Öl mit Azulen, Thymol,  Hydroxicumarine, Sesquiterpenlactone (Helenalin, Arnifolin, Dihydrohelenalin), Phenylacrylsäuren und Polysaccharide. Arnika hat eine entzündungshemmende, antibakterielle, schmerzstillende und resorptionsfördernde
Wirkung.

Arnika in der Homöopathie

 

Leitsymptome

  • Beschwerden nach Verletzungen
  • Zerschlagenheit, Wundheitsgefühl
  • Furcht vor Berührung der betroffenen Körperstellen
  • Furcht vor Annäherung
  • Das Bett oder die Unterlage erscheinen zu hart
  • Heißer roter Kopf und kalter Körper
  • Fauliger Geruch der Ausscheidungen
  • Aufgestoßenes hat den Geschmack von faulen Eiern
  • Glaubt, ihm fehle nichts und lehnt Hilfe ab
  • Nächtliches Aufschrecken aus dem Schlaf nach einem Unfall
  • Symmetrisch auftretende Ekzeme
  • Dekubitus, die umgebene Haut ist schwarz und blau

Arzneimittel:

Das homöopathische Medikament Arnika wird als erstes Verletzungsmittel eingesetzt. Es ist besonders hilfreich bei Verletzungen der Weichteile, wenn es zu Blutaustritt aus den Gefäßen gekommen ist. Bei chirogischen Eingriffen, Quetschungen, Verrenkungen, Zerrungen, Gehirnerschütterung, Muskelkater, ist Arnika das erste Heilmittel. Es hat auch eine heilende Wirkung für die psychischen Folgen von Schreck und Schock. Es fördert die Resorption bei Wunden und aktiviert die Wundheilung.

Psyche:

Der Patient ist besonders empfindlich. Er mag keine Berührung, keine enge Kleidung und empfindet sich wie wund oder zerschlagen. Trotz einer Verletzung meint der Patient, dass alles in Ordnung sei und lehnt Hilfe ab. Er ist ruhelos und hat eine Verschlimmerung durch Anstrengung. Die Angstzustände und der Schock nach einer Verletzung bleiben zurück. Er wacht nachts auf und hat das Gefühl zu sterben. Das Bett oder das Kopfkissen werden als zu hart empfunden.

Kopf:

Kopfschmerz mit heißem Kopf und kalten Extremitäten. Gehirnerschütterung, Gehirnhautentzündung, Schlaganfall. Der Kopf wird hin und her geworfen oder in den Nacken gelegt, um den Schmerz zu ertragen. Scharfe, stechende Schmerzen im Gehirn. Chronischer Schwindel, besonders beim Gehen.

Gesicht:

Das Gesicht ist eingefallen und rot. Arnika ist ein wichtiges Mittel für Augenprellung und bei Fremdkörperverletzungen im und am Auge. Die Nase ist kalt. Arnika hilft bei der Wundheilung nach Zahnextraktionen. Auch bei Herpes und symmetrisch auftretenden Hautausschlägen ist es nützlich.   

Brust:

Keuchhusten durch Ärger. Das Kind weint vor jedem Anfall. Der Husten ist sehr schmerzhaft und kann spastisch sein. Tränenfluss beim Husten. Alle Knochen und Knorpel in der Brust schmerzen.

Magen, Darm:

Aufgestoßenes riecht nach faulen Eiern. Gefühl, als ob sich der Magen gegen die Wirbelsäule presst. Stinkendes Erbrechen. Gastritis.

Genitalien, Blase:

Harnverhaltung nach Unfall. Arnika lindert während und nach der Entbindung das Wundheits- und Zerschlagenheitsgefühl. Es lindert auch die Nachwehen.

Fazit:

Arnika ist immer dann angezeigt, wenn körperliche oder psychische Traumata ein Zerschlagenheitsgefühl nach sich ziehen.